Wie Übergewicht das Herz-Kreislauf-Risiko steigert

Bereits leichtes Übergewicht kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Erfahren Sie, ob Sie gefährdet sind und was Sie dagegen tun können.

Als bester Schutz vor Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte, sowie Organverfettung gilt ein normales Gewicht. Grund dafür ist, dass die erwähnten Krankheiten in der Regel ernährungsbedingt sind. Dementsprechend soll die Ernährung zu einem gesunden Gewicht führen. Doch was ist ein gesundes Gewicht und was sind die Zielwerte?

Body-Mass-Index

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, ist eine etablierte Methode, um sein Normalgewicht zu ermitteln.

Hierfür gilt die Formel:

Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße (in m) zum Quadrat

 

Kategorie BMI (in kg/m²)
Untergewicht < 18,5
Normalgewicht 18,5 – 24,9
Übergewicht 25,0 – 29,9
Adipositas Grad 1 30,0 – 34,9
Adipositas Grad 2 35,0 – 39,9
Adipositas Grad 3 ≥ 40

 

Danach entspricht ein normales Gewicht einem BMI von ca. 20-25 kg/m². Jeder Wert über 25 sollte Anlass sein, seine Ernährung umzustellen und sein Gewicht zu reduzieren. Die Vorteile der Gewichtsreduktion sprechen für sich:

  • Senkung der Cholesterin-, Blutdruck- und Blutzuckerwerte
  • Entlastung der Gelenke und der Wirbelsäule
  • Verringerung der Atembeschwerden
  • Steigerung der Beweglichkeit und Mobilität
  • Verbesserung der Lebensqualität

Empfehlenswert ist die Mediterrane Küche

Um sein Gewicht im normalen/gesunden Bereich zu halten, eignet sich die mediterrane Küche hervorragend. Diese zeichnet sich durch fettarmen Fisch, viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch aus. Weitere wichtige Merkmale der mediterranen Küche sind Hülsenfrüchte, Oliven- oder Rapsöl, Nüsse sowie vielfältige Kräuter und Gewürze. Darüber hinaus wird grundsätzlich empfohlen, wenig einfache Kohlenhydrate, wie sie in Brötchen, Toast, Pasta, Zucker, Alkohol oder auch Süßigkeiten vorhanden sind, zu sich zu nehmen. Weißmehlprodukte sollten gemieden werden; Vollkornmehlprodukte sind hingegen wertvolle Energielieferanten. Insgesamt sollte auf eine fett- und cholesterinarme sowie ballaststoffreiche Kost gesetzt werden.

Um einen Jojo-Effekt zu vermeiden, sollte eine dauerhafte Umstellung des Essverhaltens sowie eine ausreichende körperliche Bewegung angestrebt werden. Bringen Sie Ihren Kreislauf täglich mindestens 30 Minuten in Schwung. Und auch kontrollierter Muskelaufbau zusätzlich zu Ausdauersport ist hilfreich. Radikale Diäten sind zu vermeiden und bringen keinen langfristigen Erfolg – ein langsames und kontinuierliches Abnehmen ist nachhaltiger. Dementsprechend sind nicht nur einzelne Komponenten entscheidend, sondern das gesamte Lebensstilkonzept!