Warum Bewegung und Sport unser Herz stärken

Bewegungsmangel gehört zu den größten Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Regelmäßige körperliche Aktivitäten sind für das Herz daher äußerst wichtig.

Sport und Bewegung haben viele positive Effekte auf das Herz und wirken somit der Gefahr eines Herzinfarktes entgegen. Denn durch ein regelmäßiges Training können schädliche Fett- und Kalkablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) verringert werden. Gleichzeitig senken körperliche Aktivitäten Ihre Cholesterinwerte, wirken Bluthochdruck entgegen und lassen überschüssige Pfunde schwinden. Hinzu kommt, dass Sport nicht nur die allgemeine Fitness verbessert, sondern auch Ihre Leistungsfähigkeit sowie Ihr Wohlbefinden. Denn bekanntlich ist Bewegung auch ein gutes Mittel, um Stress abzubauen und den Kopf wieder frei zu bekommen.

Bewegung und Sport für Herzpatienten

Bewegung hat viele positive Effekte für das Herz, sollte aber wie ein Medikament richtig dosiert werden. Vor allem Herzpatienten sollten sich entsprechend ihrer individuellen Leistungsfähigkeit bewegen und ihr Herz trainieren. So kann Ihre persönliche Leistungsschwelle nach einem Herzinfarkt durchaus niedrig sein. Passen Sie daher Ihre Ziele Ihrer aktuellen Befindlichkeit an. Vermeiden Sie jede Überanstrengung, die tut weder Ihrem Herzen gut, noch Ihrer Motivation.

Studien zeigen, dass eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining sinnvoll ist, wobei das Ausdauertraining die Basis darstellen sollte. Die allgemein empfohlenen Trainingsformen zur Verbesserung der Ausdauer sind Walking, Laufen, Schwimmen und Radfahren. Treiben Sie also Sport mit einer mäßigen, aber kontinuierlichen Belastung und vermeiden Sie Sportarten, die ein hohes Verletzungsrisiko bergen. Als Herzpatient sollten Sie mit Ihrem Trainingsprogramm zudem erst nach ärztlicher Untersuchung beginnen. Besprechen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt auch, welche Art und Intensität von Bewegung für Sie infrage kommt.

Bewegung in einen herzgesunden Alltag integrieren

Bewegung heißt nicht unbedingt Sport. Ziel eines jeden sollte es daher sein, die Bewegung zumindest im Alltag zur Gewohnheit zu machen und so zu integrieren, dass sie selbstverständlich wird. In der heutigen Welt tragen die Lebensumstände sowie Autos, Fahrstühle und Rolltreppen mehr und mehr dazu bei, dass wir uns immer weniger bewegen. Der menschliche Körper wird im alltäglichen Leben weniger gefordert, außer im Rahmen eines Sportprogramms. Der Einsatz von Maschinen und berufliche Tätigkeiten im Sitzen schränken auch die Bewegung in der Berufswelt ein. Kleine Ziele sind daher der erste Schritt zu einem herzgesunden Leben mit mehr Bewegung.

Folgende Umstellungen des Alltags können schon viel bewirken:

  •  Lassen Sie wenn möglich das Auto stehen und erledigen Sie Aktivitäten des Alltags zu Fuß oder mit dem Rad.
  • Wenn Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, steigen Sie eine Haltestelle früher aus und gehen den Rest des Weges zu Fuß.
  • Nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl.
  • Falls Sie im Beruf kaum körperlich aktiv sind, nutzen Sie Ihre Arbeitspause, um einen kleinen Spaziergang zu machen.

Herzgesunde Motivationstipps

  • Sport in Gruppen (z.B. Koronarsport-Gruppen) sind ideal, um sich gegenseitig zu motivieren. Hinzu kommt, dass Sie durch feste Termine angeregt werden, regelmäßig teilzunehmen.
  • Heimtrainer und Fitness-Studios eignen sich gut, wenn Sie wetterunabhängig Sport treiben möchten. Auch hier ist jedoch wichtig, dass Sie feste Zeiten und Termine einführen.
  • Mit einem Schrittzähler (gibt es als App fürs Smartphone oder externes Gerät für Hosentasche und Handgelenk) haben Sie einen Überblick über Ihre tägliche Bewegung. Die Geräte und Apps liefern sichtbare Ergebnisse und sind daher auch eine ideale Motivationshilfe.