BIHKF präsentiert Forschungsergebnisse auf Europäischem Kardiologie-Kongress

Derzeit findet der diesjährige Kongress der European Society of Cardiology (ESC Congress 2020) nicht wie geplant in Amsterdam, sondern wegen der Corona-Pandemie als digitales Ereignis statt. Vom 29. August bis 1. September werden somit die aktuellen Beiträge der weltweit führenden Kardiolog*innen dieses Jahr online vorgestellt. Auch Mitarbeiter des Bremer Instituts für Herz- und Kreislaufforschung (BIHKF) präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf dem weltgrößten Kardiologie-Kongress.

Prof. Dr. Harm Wienbergen, Leiter des BIHKF, stellt die Langzeit-Ergebnisse unserer IPP-Studie (Intensives Langzeit-Präventions-Programm nach Herzinfarkt in Nordwestdeutschland) vor. Es zeigte sich, dass ein intensives dauerhaftes Präventionsprogramm (IPP), das bei Patienten nach Herzinfarkt von „Präventions-Assistentinnen“ durchgeführt wurde, zu einer nachhaltigen und viel besseren Einstellung von Risikofaktoren nach 24 Monaten führte als die aktuelle Standardversorgung.

Dr. Patrick Dierks  präsentiert Ergebnisse des Bremer MitraClip-Registers. In der Präsentation von Dr. Dierks geht es darum, ob bestimmte Messwerte bei der Herzkatheteruntersuchung (ventricular stroke work indices) vorhersagen können, ob Patienten von einem kathetergestützten Eingriff zur Behandlung einer undichten Mitralklappe (“MitraClip”) profitieren.

Dr. Johannes Schmucker stellt Ergebnisse unseres großen Bremer STEMI-Registers vor. In der Präsentation von Dr. Schmucker geht es um den Verlauf der Langzeit-Überlebensrate von Herzinfarkt-Patienten im Verlauf der letzten 14 Jahre (seit 2006).

Studienpräsentationen auf dem ESC Congress 2020 sind für Wissenschaftler*innen von besonderer Bedeutung. Daher freuen wir uns, auf diesem weltweit größten Kardiologie-Kongress wieder gut vertreten zu sein.