Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten Warnungen ernst nehmen und Präventionsmaßnahmen bezüglich des Corona-Virus beachten

Das Thema Gesundheit beschäftigt uns derzeit weltweit. Die zunehmende Verbreitung des Virus führt zu großer Verunsicherung bezüglich des individuellen Verhaltens sowie der Risiken und der Ansteckungsmöglichkeiten. Unsere Empfehlung für Herzpatient*innen entspricht der des Robert-Koch-Institutes: Es ist Vorsicht geboten und dennoch sollten wir mir Besonnenheit und Ruhe reagieren. Es besteht kein Grund zur Panik.

Uns alle lässt die Entwicklung aufhorchen und kaum eine Stunde vergeht, in der nicht neue Informationen zum Thema erscheinen. Risikopatient*innen – wie Herzpatient*innen – werden um besondere Vorsicht gebeten und die gesamte Bevölkerung um ein Verhalten, mit dessen Hilfe die weitere Verbreitung des Virus verlangsamt und dem exponentiellen Wachstum entgegen gewirkt werden soll.

Um sich selbst zu schützen und die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten, sollten Sie folgende Faktoren unbedingt wissen und ernst nehmen:
Das Virus überträgt sich auf direkten Wege durch Sekrete der Atemwege oder indirekt über die Hände. Sobald die Finger die Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut berühren, ist eine Infektion möglich. Durch diese Erkenntnis ist nachvollziehbar, warum auf das wiederholte Hände waschen extrem viel Wert gelegt wird. Die Übertragung über den Stuhl ist bislang noch nicht bestätigt.                                                                                                                                                    Zum derzeitigen Stand, gehen die Fachleute der World Health Organization (WHO) von einer Inkubationszeit von im Mittel 5-6 Tagen (Spannweite 1-14 Tage) aus. Zu den häufigsten Symptomen zählen Fieber und Husten. Seltenere Symptome sind Kopf- und Halsschmerzen sowie Durchfall und eine verstopfte Nase.

Was sollten Risikopatient*innen beachten und wer zählt überhaupt zu diese Gruppe? 
Menschen, die älter als 60 Jahre sind und neben Lungenerkrankungen auch an anderen chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, werden als Risikopatient*innen angesehen. Die WHO schließt aus früheren Coronavirus-Epidemien (SARS/MERS) darauf, dass bei Infektion mit COVID-19 möglicherweise auch eine Herzbeteiligung auftreten kann. Zudem stellen bakterielle oder virale Infektionen eine zusätzliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Das Herz muss zusätzliche Arbeit leisten, die zu Überforderungen eines bereits geschwächten Herzens führen können. Im höheren Alter fehlen manchmal die notwendigen (Kraft-) Reserven, um dieser Anstrengung und Belastung entgegenzuwirken.

Patient*innen, die als Folge einer Herzerkrankung eine Funktionseinschränkung der Atemwege haben oder Patient*innen mit unabhängig bestehender Atemwegs- und/oder Herzerkrankung (z. B. COPD und koronare Herzkrankheit) werden zu besonderer Vorsicht angehalten. Gleiches gilt für Patient*innen, die immunsupprimierende Medikamente einnehmen (z. B. nach Herztransplantation oder Verpflanzung eines anderen Organs).

Was kann ich persönlich zum Schutz betragen?
Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln wie Hände waschen, Wegdrehen beim Niesen oder Husten. Zwischen sich selbst und der anderen Person sollten Sie mindestens einen Meter Abstand halten und Ansammlungen von Menschen meiden. Bei Symptomen wie Fieber und/oder Husten sollten Sie aufmerksam werden und sich telefonisch in Verbindung mit Ihrem Hausarzt, dem ärztlichen Notdienst (116 117), der Bremer Corona-Hotline (115) oder dem örtlichen Gesundheitsamt setzen.

Ein Medikament zur gezielten Virusbekämpfung von COVID-19 gibt es derzeit noch nicht, es wird jedoch intensiv an einem entsprechenden Wirkstoff geforscht. Solange die Verbreitung nicht durch Medikamente gestoppt werden kann, gilt für alle, die Verbreitung durch ein angemessenes Präventionsverhalten zu verlangsamen und Hygieneempfehlungen einzuhalten – nicht nur für Risikopatient*innen.