Forschungsergebnisse des BIHKF auf Europäischem Kardiologiekongress in Barcelona präsentiert

Führende Kardiologen aus Europa, den USA und Asien trafen sich vom 26. bis 30. August 2017 in Barcelona zum diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology (ESC Congress). Auch Mitarbeiter des Bremer Instituts für Herz- und Kreislaufforschung (BIHKF) präsentierten Forschungsergebnisse aus Bremen auf dem weltgrößten internationalen Kardiologie-Kongress.

Prof. Dr. Harm Wienbergen, Leiter des BIHKF, stellte u.a. die Ergebnisse der großen IPP-Studie („Intensive Longterm Prevention Program vs. Usual Care After Acute Myocardial Infarctions – The IPP study„) vor, bei der untersucht wurde, ob ein intensives dauerhaftes Präventionsprogramm eine bessere Einstellung von Risikofaktoren und dadurch weniger unerwünschte klinische Ereignisse (erneuter Infarkt, Bypässe, Tod) bewirken kann als die aktuelle Standardversorgung.

„Die Ergebnisse wurden in Barcelona mit allergrößtem Interesse aufgenommen und diskutiert. Das IPP-Programm zeigt, dass intensive Schulungen durch Präventions-Assistenten ein effektiver Weg sind, um Patienten mit koronarer Herzkrankheit besser zu behandeln. Der nächste Schritt ist nun die Umsetzung in den Alltag der Patientenversorgung“, so Prof. Dr. Wienbergen.

Weitere von ihm vorgestellte Arbeiten sind „Assessment and control of physical activity by step counters and online documentation in secondary prevention after myocardial infarction„, „Novel non-pharmacological preventive approaches for acute coronary syndrome patients“ sowie „Mortality in very young STEMI patientes: impact of different risk factors“.

 

Um das Thema „Therapie und Outcome von konsekutiven Patienten mit ST-Streckenhebungsinfarkt und kardiogenem Schock – Profitieren Patienten in der Akutversorgung von einer multivessel PCI?“ ging es in der von Dr. Tina Backhaus vorgestellten Arbeit („Therapy and outcome of consecutive patients with ST-segment elevation myocardial infarction and cardiogenic shock – Do patients profit from immediate multivessel PCI?„). Darin wurde die interventionelle Therapie von Patienten mit kardiogenem Schock und koronarer Mehrgefäßerkrankung untersucht. Das Outcome von Patienten mit alleiniger Versorgung des Infarktgefäßes wurde mit einer Komplettversorgung aller relevanter Stenosen verglichen.

 

Dr. Johannes Schmucker präsentierte die Ergebnisse der Arbeiten „Efficacy and safety of ticagrelor in comparison to clopidogrel in elderly patients with ST-segment elevation myocardial infarctions“ sowie „Determinants of low-flow or no-reflow after primary percoutaneous coronary intervention in patients with ST-elevation-myocardial infarctions“ .

Weitere Informationen: www.escardio.org