Nichtraucherschutz in Bremen

Deutschland gehört weltweit zu den Top-Ten der Länder mit den meisten Rauchern. Im Bundesvergleich ist das Land Bremen trauriger Spitzenreiter: Bremen hat mit die höchsten Raucheranteile unter erwachsenen Männern und Frauen wie auch die meisten durch Rauchen bedingten Todesfälle.

Seit 10 Jahren gibt es in Bremen das Nichtraucherschutzgesetz. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass derartige Gesetze die Zahl der Herzinfarkte reduzieren können, hierauf weist auch eine Untersuchung des Bremer Institutes für Herz- und Kreislaufforschung (BIHKF) hin (Eur J Prev Cardiol 2014;21:1180).

Das Nichtraucherschutzgesetz erlaubt in Bremen jedoch immer noch sehr viele Ausnahmen. Beispielsweise sind weiterhin Gaststätten mit weniger als 75 Quadratmetern vom Rauchverbot ausgenommen. Ganz anders machen es Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, die das Rauchen in der Gastronomie komplett untersagen.

 

Enorme Belastung für Herz-Kreislauf-System

Neben vielen anderen schädlichen Auswirkungen, die das Rauchen auf den Körper hat, erhöht es das Herzinfarktrisiko deutlich. Die Inhaltsstoffe von Zigaretten und anderen Tabakprodukten schädigen das Innere der Blutgefäße und fördern die Gefäßverkalkung, was zum Verschluss der Gefäße führen kann.

Das gilt für aktive Raucher ebenso wie für Passivraucher.

Daher ist es der Stiftung Bremer Herzen ein besonderes Anliegen, den Nichtraucherschutz in Bremen auszuweiten. Wir wollen vor allem auch zu einem Umdenken in den Köpfen der Bevölkerung aufrufen und dazu appellieren, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.

 

Heute berichtet auch der Weser-Kurier über das Thema und unser Anliegen: