Was ist Diabetes Mellitus?

Beim Diabetes Mellitus handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung. Glukose kann nicht wie vorgesehen von den Zellen aufgenommen werden, wodurch sich der Blutzuckerspiegel erhöht.

Anzeichen für einen Diabetes sind häufig:

  • vermehrter Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Hautjucken
  • Infektionen

Diabetes Mellitus Typ 1

Der Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung und tritt meist bereits in relativ jungen Jahren auf. Er resultiert aus dem Absterben der Langerhansschen Inselzellen der Bauchspeicheldrüse.

Diabetes Mellitus Typ 2

Der Typ 2 Diabetes kann das Resultat einer Insulinresistenz sein. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar noch Insulin, die Zellen reagieren jedoch nicht mehr darauf und können den Zucker nicht abtragen. Dies führt, ebenso wie bei Typ1, zu einer Blutzuckererhöhung.

Eine weitere Art des Typ 2 Diabetes ist, ähnlich wie der Typ 1 Diabetes. Die Bauchspeicheldrüse produziert immer weniger Insulin oder stellt diese nach einer gewissen Zeit komplett ein.

Welchen Einfluss hat Diabetes Mellitus auf das Herz?

Das Schlagwort lautet in diesem Falle „Arteriosklerose“. Nahezu jeder Mensch hat im Alter Arteriosklerose, bei Menschen mit Diabetes entwickelt sich diese jedoch sehr viel schneller und schwerwiegender. Auf Grund hoher Zuckerwerte kommt es innerhalb der Gefäße zu kleineren Entzündungen. Diese heilen zwar wieder ab, lassen jedoch zerstörtes Gewebe aus Kalk und Fett zurück, ähnlich einer Vernarbung. Als Folge verlieren die Gefäße an Flexibilität und die Durchblutung wird eingeschränkt. Teilweise lösen sich Plaques von den Gefäßwänden ab, werden im Blutstrom mitgezogen und verstopfen kleinere oder auch größere Gefäße.

Mögliche Folge – Herzinfarkt!

Da die herzinfarkttypischen Beschwerden, aufgrund der Nervenschädigung, bei Diabetikern oftmals weniger intensiv ausgeprägt sind, wird ein Herzinfarkt oftmals erst sehr spät oder gar nicht bemerkt. Statistisch versterben 75% der Diabetiker an den Folgen einer Koronaren Herzerkrankung (KHK).

Eine Lebensstil-Anpassung ist daher besonders für Diabetiker, unabhängig ob Typ1 oder Typ 2, eine unerlässliche Notwendigkeit.

Blutzucker
nüchtern
Blutzucker
2 Stunden nach
Zuckerbelastung
HbA1c
(Langzeitblutzucker)
Normal < 110 mg/dl < 140 mg/dl < 5,7 %
Vorstufen
Diabetes mellitus
≥ 110 bis < 126 mg/dl ≥ 140 bis < 200 mg/dl 5,7 bis 6,4 %
Diabetes mellitus ≥ 126 mg/dl ≥ 200 mg/dl ≥ 6,4 %

Im Allgemeinen geben die Blutzuckerwerte Aufschluss über den Zuckeranteil im Blut, worüber sie gemessen und anschließend überprüft werden können. Bei einem Menschen ohne Diabetes liegt der Blutzuckerwert auf nüchternen Magen, d.h. ca. 8 Stunden ohne Nahrung, unter 110 Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Nach dem Essen steigt der Wert zwar an, sollte 140 mg/dl jedoch nicht übersteigen. Höhere Blutzuckerwerte deuten demnach auf das Vorliegen eines Diabetes mellitus oder aber dessen Vorstadium hin. Gleiches gilt für den HbA1c-Wert. Er gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten drei Monate und gilt somit als wichtiger Anhaltspunkt. Entsprechend weist ein HbA1c-Wert von 6,5% und höher auf das Vorliegen eines Diabetes mellitus hin.

Bei einem bereits bestehenden Diabetes sollte die Einnahme von Medikamenten mit dem zuständigen Hausarzt oder Diabetologen geklärt werden. Zusätzlich bietet aber auch die Veränderung des Lebensstils die Möglichkeit, die Blutzuckerwerte positiv zu beeinflussen:

  • Gewichtsreduktion, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung
  • negativ sind: Zucker, Kohlenhydrate, Säfte, Süßigkeiten, Fertigprodukte