Was ist Bluthochdruck?

Um den menschlichen Körper vollständig mit Blut zu versorgen braucht es das Herz. Wenn dieses Blut an den Körper auswirft, zieht es sich dabei zusammen und ein Druck – der Blutdruck – entsteht. Dieser Druck überträgt sich auf die übrigen Gefäße des Körpers und kann dort, mit einem Blutdruckmessgerät, abgelesen werden. Genaugenommen beschreibt der Druck des zusammengezogenen Herzens den „systolischen“ – und der des entspannten Herzens den „diastolischen“ Blutdruck. Angegeben wird er daher mit einem oberen (systolischen) und einem unteren (diastolischen) Wert.

Bluthochdruck Optimal Normal Zu hoch!
Systolisch < 120 mmHg < 130 mmHg ≥ 140 mmHg
Diastolisch < 80 mmHg < 85 mmHg ≥ 90 mmHg

Wozu führt Bluthochdruck?

Wenn die Arterien verstopft sind steigt der Blutdruck an, da das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann, um den Körper auch weiterhin ausreichend versorgen zu können.

Verstopfte Gefäße werden jedoch nicht nur enger, sondern außerdem auch unelastischer. Dadurch reagieren sie unter Belastung nicht mehr so flexibel, wie die Gefäße gesunder Menschen und können den Blutdruck nicht entsprechend kompensieren. Die Folge eines lange erhöhten Blutdrucks kann dadurch eine Schädigung der Gefäße und Organe sein.

Außerdem führt ein über einen längeren Zeitraum bestehender Bluthochdruck zu einem Anwachsen der Herzmuskels, welcher dadurch irgendwann nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird und in Teilen absterben kann. Wenn die Herzkranzgefäße nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kommt es zum bekannten Herzinfarkt.

Viele Menschen erkennen einen Bluthochdruck leider zu spät.
Anzeichen sind:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • schlechtes Sehen
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • Schmerzen in der Brust
  • Kurzatmigkeit

Wie misst man richtig?

Der Blutdruck sollte mindestens 1x bei Schulantritt, im Jugendalter und im frühen Erwachsenenalter gemessen werden.

  • Ab dem 30. Lebensjahr jährlich, wenn in der Familie  bereits Bluthochdruck aufgetreten ist,
  • ab dem 40. Lebensjahr jährlich,
  • ab dem 50. Lebensjahr halbjährlich.

Zum Messen des Blutdrucks sollte man mindestens 5-10 Minuten entspannt sitzen und die Manschette des Blutdruckgeräts in Herzhöhe anbringen. Natürlich sollte eine zum Armumfang passende Manschette ausgewählt werden, die Maße stehen für gewöhnlich in der Gerätebeschreibung.

Dann sollte zweimal in Abständen von einer Minute gemessen werden – jedoch mit zuvor vollständiger Entlastung des Armes durch die Manschette. Der zweite Wert hat das größere Gewicht.

Bei Handgelenkmessung vergleichen Sie die Werte mit den am Oberarm
gemessenen Werten beim Arzt. Weichen Sie systolisch über 10 mmHg und diastolisch über 5 mmHg ab, ist dieses Handgelenk-Messgerät für Sie nicht geeignet.

Wie lässt sich Bluthochdruck positiv beeinflussen?

Eine Ursache für Bluthochdruck, neben einer genetischen Veranlagung, auszumachen ist schwierig. Folgende Erkrankungen müssen jedoch ausgeschlossen werden:

  • Nierenerkrankungen (wie Nierenarterienstenose, Zystennieren,..)
  • Hormonerkrankungen (Schilddrüse, Nebenniere,..)
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Medikamente (Cortison, „Pille“,..)

Dennoch ist man sich über einige Veränderungen des Lebensstils und deren Wirkung in Fachkreisen einig.