IPP-Studie

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Intensives Langzeit Präventions Programm nach Herzinfarkt in Nordwestdeutschland

Das 2013 bis 2017 vom Bremer Institut für Herz- und Kreislaufforschung durchgeführte multizentrische Forschungsprojekts „Intensives Langzeit-Präventions-Programm nach Herzinfarkt in Nordwestdeutschland“ (IPP-Studie) hatte das Ziel, bessere Strategien zur langfristigen Einstellung der Risikofaktoren bei Herzinfarkt-Patienten zu entwickeln. Untersucht wurde, ob ein intensives dauerhaftes Präventionsprogramm eine bessere Einstellung von Risikofaktoren und dadurch weniger unerwünschte klinische Ereignisse (erneuter Infarkt, Bypässe, Tod) bewirken kann als die aktuelle Standardversorgung.

Im Rahmen der Studie wurden Herzinfarktpatienten nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe wurde entsprechend der aktuellen medizinischen Standards versorgt, während die zweite Gruppe intensive präventive Langzeitbetreuung erhielt (IPP-Gruppe). Die Teilnehmer der IPP-Gruppe wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten vom Studienteam im Rahmen eines koordinierten Präventionsprogramms betreut. Dieses beinhaltete zum Beispiel Gruppen-Fortbildungen und gezieltes Bewegungstraining. Zusätzlich wurden die Teilnehmer durch regelmäßige Telefonate bei der Umsetzung im Alltag unterstützt und motiviert. Auch telemedizinische Betreuung kamen zum Einsatz, so dass die Patienten unter anderem mithilfe eines elektronischen Schrittzählers ihre tägliche Bewegung ermitteln und die Daten per Internet an die Studienzentrale übermitteln.

Die Studie war multizentrisch angelegt, das bedeutet, dass neben dem Herzzentrum Bremen im Klinikum Links der Weser noch weitere Herzzentren aus dem nordwestdeutschen Raum als Studienpartner eingebunden wurden. Das BIHKF fungierte dabei als Studienzentrale.

Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, Risikofaktoren für das Erleiden eines weiteren Infarktes deutlich zu minimieren und die derzeitige medizinische Standardversorgung entsprechend anzupassen. Die Studienergebnisse wurden auf internationalen Kongressen und in einem renommierten Fachmagazin veröffentlicht. Aufbauend auf den wichtigen Ergebnissen führt die Stiftung Bremer Herzen am Bremer Institut für Herz- und Kreislaufforschung weitere Nachfolge-Projekte durch.

Veröffentlichung der IPP-Studie:
http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2047487318781109?journalCode=cprc

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