Herzgesundheit macht Schule – zweiter Aktionstag an der Oberschule am Waller Ring

„Kann ein Herz eigentlich wehtun?“ oder „Kann ein Mensch zu viel Obst essen?“

Fragen über Fragen, interaktive Schätzspiele zu versteckten Zuckerzusätzen, Entfernungen und benötigte Schritte, Smoothies selber mixen, Reanimationsschulungen für den Ernstfall sowie echte Stents zum Anfassen und Ausprobieren – das und vieles mehr erwartete rund 80 Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Waller Ring!

Bereits zum zweiten Mal veranstaltet die Stiftung Bremer Herzen, gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern, einen Aktionstag zur Herzgesundheit. Für drei Klassen der achten Jahrgangsstufe boten vier verschiedene Stationen die Möglichkeit, vielfältige Eindrücke rund um das Herz zu sammeln und gelehrte Schulinhalte anhand praktischer Beispiele zu vertiefen.

So konnten sie an einer Station Einblicke in eine gesunde Ernährungsweise erhalten und eigene Obst- und Gemüse-Smoothies mixen. Diese waren nicht nur lecker, sondern auch noch gesund! Überrascht waren die Schülerinnen und Schüler vor allem an der Lifestyle-Station. Wer hätte gedacht, dass in einer Flasche Fruchtbuttermilch ganze 22 Zuckerwürfel stecken? Aber nicht nur der Zuckergehalt in Lebensmitteln war hier ein Thema, sondern auch die Risikofaktoren Rauchen und Bewegungsmangel. So musste die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel die Länge ihres Schulwegs einschätzen, Fortbewegungsmittel beurteilen und konnten an der Bewegungsstation die empfohlene körperliche Aktivität gleich in die Tat umsetzen und sich so richtig auspowern.

Aber was ist zu tun, wenn das Herz nicht mehr richtig arbeitet oder gar ganz stillsteht?
Frau Dr. med. Krämer, Kardiologin und Oberärztin am Klinikum Links der Weser, erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass in einer solchen Situation schnell gehandelt und die Reanimation eingeleitet werden muss. Wie eine Reanimation funktioniert, konnten die Schülerinnen und Schüler an unseren Reanimationspuppen herausfinden und üben. Jetzt sind sie bereit, im Fall der Fälle zu handeln und somit zum Lebensretter zu werden.

Somit zeigt auch dieser zweite Aktionstag an der Oberschule am Waller Ring, wie sich ernsthafte und medizinische Inhalte mit Spiel und Spaß verbinden lassen. Vor allem aber unterstreicht er die Wichtigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Risikofaktoren nicht nur zu einem relevanten Thema älterer Menschen werden zu lassen. Falsche Ernährungsweisen, Bewegungsmangel und der Missbrauch von Alkohol, Tabak und Drogen beginnen bereits im Kindesalter, weshalb das Verständnis für diese Risiken frühzeitig geschaffen werden sollte. Jeder Mensch trägt die gesundheitliche Verantwortung für sein eigenes Herz – und mit dieser wichtigen Information erhofft sich die Stiftung Bremer Herzen, die Schulkinder an der richtigen Stelle abzuholen.