Herzgesund durch den Winter

Die nasskalte Jahreszeit ist nicht nur die Zeit der Erkältungen, auch Herzpatienten müssen im Winter besonders achtgeben. Für unser Herz bedeuten die Wintermonate eine höhere Belastung, denn durch die Kälte verengen sich die Blutgefäße. Der Blutdruck steigt und das Herz muss gegen einen größeren Widerstand pumpen, um das Blut durch den Körper zu transportieren. Dies kann zu einer Überbelastung führen und bei älteren Menschen und Herzkranken das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Um das Herz im Winter zu schützen, rät die STIFTUNG BREMER HERZEN zu regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung. Vor allem Menschen, die bereits ein Herzleiden haben, sollten besonders auf ihre Herzgesundheit achten und regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren.

 

Bewegung hält fit – Aufpassen bei Anstrengungen

Ausreichende Bewegung ist der beste Schutz für die Herzgesundheit. Das gilt auch in den Wintermonaten. Ideal sind ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft. Herzkranke sollten sich jedoch bei extremer Kälte nicht zu stark belasten und auf körperliche Anstrengungen verzichten, bei denen hohe Spitzenbelastungen auftreten können. Sollten wir in Bremen noch weiße Weihnachten bekommen, ist Schnee schippen für Menschen mit Herzleiden tabu.

Wichtig ist es, sich mindestens dreimal in der Woche eine halbe Stunde aktiv zu bewegen. Optimal ist die Belastung, wenn der Puls zwar steigt, man sich aber noch problemlos unterhalten kann. Ist es draußen zu kalt, lassen sich sportliche Aktivitäten ins Warme verlagern, z.B. in die Sporthalle, ins beheizte Schwimmbad oder auf den Heimtrainer in die eigenen vier Wände.

Aber auch für scheinbar gesunde Menschen gilt in den Wintermonaten besondere Achtsamkeit: Brennen im Brustkorb oder ein Druckgefühl (Angina pectoris), können Alarmsignale für eine bisher nicht diagnostizierte Verengung von Herzkranzarterien sein. Bei Brustschmerzen oder Atemnot bei Kälte (sogenannte Kälte-Angina), die auch im Warmen weiter besteht, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen oder im Zweifel die Rettung unter Telefon 112 alarmieren.

 

Ausgewogene Ernährung auch in der Weihnachtszeit

Zu einer herzgesunden Lebensweise gehört neben ausreichender Bewegung ebenso eine gesunde Ernährung. Vor allem wenn es zur Advents- und Weihnachtszeit allerorts Süßigkeiten gibt und an den Feiertagen festlich geschlemmt wird, sollte man Maß halten und nicht zu viel und zu fetthaltig essen. Auch im Winter bietet sich die mediterrane Küche an: Diese zeichnet sich durch wenig Fleisch, fettarmen Fisch und viel Gemüse und Obst aus. Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Obst und Vollkornprodukte stehen im Fokus, liefern gefäßschützende Fettsäuren und halten durch Ballaststoffe lang satt. Greifen Sie als Alternative zu Plätzchen, Marzipan und Co. lieber zu Mandarinen und Orangen.